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Es gibt mehrere Möglichkeiten um nach Istanbul
zu kommen: Flug (40€), Busreise (20€) oder per Anhalter fahren (0€). Als frisch
geborener Rucksackreisende bin ich natürlich verpflichtet mich kostenlos durch
das Land zu kämpfen. Daumen raus und abwarten.
Ich habe so etwas noch nie gemacht und
hatte das in Deutschland für unmöglich gehalten, aber ich habe hier einige
kennengelernt, die ausschließlich Trampen in Deutschland. Verrückte Hunde! Wir,
ein Franzose, ein Spanier, ein anderer Deutscher und ich, teilen uns in zwei
Zweierteams und verabreden einen Treffpunkt, wo wir uns am Abend wieder treffen
wollen. Ich zücke aus meinem
blitzsauberen Rucksack einen Filzstift mit dem ich auf einen im Müll gefundenen
Karton groß „Istanbul“ schreibe, doch noch bevor ich fertig bin, werde ich von
einem Mann beim Vorbeigehen angesprochen. „Kann ich euch mitnehmen?“ Ähm, ich
dachte trampen funktioniert andersherum: Ich dachte WIR fragen die Autofahrer?
Naja, ich merke ich muss hier noch einiges lernen. Mesut nimmt uns ganze 50km
zur nächsten Stadt mit und zeigt uns auf dem Weg auch mal einen tollen
Aussichtspunkt, wo wir zum Bilder machen halten.
Ich bin komplett verwirrt. So
viel Engagement, so viel Gastfreundlichkeit – das hätte ich in dieser Menge nie
erwartet. Innerhalb von 7 Stunden haben wir 600km per Anhalter zurückgelegt,
haben tolle Menschen kennengelernt, haben ein Mittagessen spendiert bekommen
und mussten unser türkisch trainieren. Ümüt hat uns sogar versucht zu erklären,
was er da für eine seltsame Maschine baut (siehe Bild). Ich habe das als Hühnchentötungsmaschine
interpretiert.
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